Page 47 - HTX Kompendium
P. 47

Sekundärprävention                                7.

       und Co-Morbiditäten

       ZIEL: Auftreten von Graftsklerose, Infektionen und Tumorerkrankungen
       verhindern bzw� frühzeitig diagnostizieren und damit das Überleben ver-
       bessern  deshalb striktes Nachsorgeprogramm


       Nachsorgeprogramm ab dem 1. Jahr nach HTX
       •  Kontrollen alle 2 – 6 Monate in einer Spezialambulanz für HTX
       •  1 x im Jahr Kontrolle beim Dermatologen, bei
        auffälligen Befunden alle 3 – 6 Monate
       •  1 x im Jahr Kontrolle beim Gynäkologen (einschließlich
        Mammographie) oder beim Urologen
       •  1 x im Jahr Hämoccult
       •  Thoraxröntgen bei Bedarf
       •  1 x in 2 Jahren Osteodensitometrie
       •  Koronarangiographie mit intravaskulärem Ultraschall in
        regelmäßigen Abständen abhängig vom Stadium der Graftsklerose,
        alternative Coronar-CT – Details siehe Kapitel Graftsklerose


       Spezielle Aspekte der Immunsuppression für die
       Sekundärprävention
       •  Ausschleichen von Cortison 6 – 12 Monate nach
        HTX  Reduktion von Nebenwirkungen
       •  Calcineurininhibitoren: vergleichbares nephrotoxisches Potential,
        korreliert mit Dauer und Dosis der Therapie
        Tacrolimus: günstiger bei Hypertonie und Hyperlipidämie
        Ciclosporin: günstiger bei Diabetes mellitus
       •  Proliferationssignalinhibitoren (Sirolimus, Everolimus): bei
        inakzeptablen Nebenwirkungen unter CNI-Therapie, signifikanter


       Sekundärprävention  und Co-Morbiditäten        45
   42   43   44   45   46   47   48   49   50   51   52